FRAUENGESUNDHEIT IN THEORIE UND PRAXIS

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FRAUENGESUNDHEIT IN THEORIE UND PRAXIS -
Feministische Perspektiven in den Gesundheitswissenschaften

Gerlinde Mauerer (Hrsg.), Transcript Verlag Bielefeld 2010, 237 S.,

ISBN-10: 3837614611, € 24,80

Dieses Buch beschäftigt sich mit der Verbindung von feministischen Perspektiven und Gesundheitswissenschaften in Theorie und Praxis. Es basiert auf der Veranstaltungsreihe „Was Frauen guttut: Frauenpolitische Praxis, Frauengesund- heitsforschung, Feministische Theorien“, die 2008 in Wien stattfand. Das Buch soll Impulse für die Umsetzung feministischer Theoriebildungen in der frauen- und gesundheitspolitischen Praxis liefern. Es zeigt auf, wie durch die Veränderung starrer geschlechtsrollenkonformer Lebensmuster positive Effekte für Gesundheit und Wohlbefinden von Frauen erreicht werden können. Der Inhalt gliedert sich in drei Bereiche: „Gesundheitswissen und Alltagshandeln von Frauen“ bietet eine kritische Einschätzung der vom Egalitären Feminismus (sieht die Frau im Sinne von Sex und Gender sozial benachteiligt und setzt mit Maßnahmen an dieser Benachteiligung an) beeinflussten Forschung zum Gesundheitsstatus von Frauen, einen Blick des Feminismus auf das Glücklich-Sein von Frauen, die Themen Frauen und Vorsorgeuntersuchungen sowie Schönheit im Alter.

„Feministische Theorien und Frauenpolitische Praxis“ setzt Anmerkungen zum Körperregime der modernen Frauen und reflektiert die Frauen(gesundheits)bewegung im Wohlfahrtsstaat.

Zur „feministischen und frauenspezifischen Beratungspraxis“ berichten mehrere Expertinnen wie die Wiener Frauengesundheitsbeauftragte Beate Wimmer-Puchinger oder Traude Ebermann vom Wiener Institut für frauenspezifische Psychotherapie sowohl aus inhaltlicher als auch aus historischer Perspektive über ihre Tätigkeit.

Für Hebammen ist dieses Buch interessant, wenn sie sich gerne in Erweiterung ihres B rufsbildes mit dem forschungstheoretischen und politischen Hintergrund im Fraueng sundheitsbereich beschäftigen. Von der Alltagspraxis als Hebamme ist dieses Buch eher weiter weg.

Claudia Oblasser